Beautiful imperfection

Ein am 7. April 2026 erschienener Beitrag des amerikanischen Sound Supervisors Randy Thom zum Thema Geräusche, KI, Unvollkommenheit, Zufälligkeit und Qualität soll hier umbedingt weitergeteilt werden.

Natürlich kommen einem Parallelen aus der Bildenden Kunst in den Sinn. Beginnend mit Walter Benjamins „Sei immer radikal und niemals konsequent“ ist u.a. auch genau das eingefangen, was der Artikel meint: Das Lebendige ist zwar rhythmisch, aber nicht metrisch gegliedert, das Natürliche ist nie „normal“ (rechnerischer Durchschnitt, ermittelter Allgemeinwert, usw.) Konsequenz ist möglicherweise nichts als ideenlose Fortsetzung des Gleichen, bzw. die zwingende = errechnete Folge aus dem Gewesenen…. Bis hin zu KI-Anwendungen aller Art, die ja nur aus Vorhandenem gespeist werden und nur das ermittelte Erwartbare ausspucken. Poesie, Musik, Malerei, und eben auch gutes Kino samt guten Geräuschen braucht – und sei es auch nur im ganz Kleinen – Abweichungen, Unerwartbares, springende Quanten! Der Mensch ist der KI haushoch überlegen – und wir sind fest davon überzeugt, dass er es auch lange bleiben wird.

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